Über die Autoren

Carina Litfin
Carina begann ihre berufliche Laufbahn im Hochleistungssport – sowohl als Tennisspielerin als auch als Trainerin. In dieser Zeit sammelte sie wertvolle Erfahrung in der gezielten Förderung junger Athleten. Der Fokus ihrer Arbeit lag dabei neben der technischen Ausbildung der jungen Spieler vor allem auch auf sportpsychologischen Komponenten, wie dem präventiven Umgang mit Leistungsdruck bei jungen Sportlern. Hierfür entwickelte sie gemeinsam mit den Spielern individuelle Techniken, welche diesen bei Stress und in Drucksituationen auf- und außerhalb des Tennisplatzes zu mehr Ruhe und Selbstbewusstsein verhalfen.

Bereits zu dieser Zeit entwickelte Carina ein großes Interesse an der Stressforschung und der Aufklärung ihrer Schützlinge, wie individuelle Stressoren auf den Körper einwirken und eine spürbare Wirkung, beispielsweise schwitzen oder Unwohlsein, entfalten. Neugierig geworden auf die Auswirkungen von chronischem Stress und einer ganzheitlichen Betrachtungsweise von Gesundheit studierte sie von 2020 bis 2022 Gesundheitswissenschaften an der Universität Bremen. Bereits während des ersten Semesters faszinierte sie der Zusammenhang von Umwelteinflüssen auf das menschliche Herz. Parallel begann sie daher ihre Tätigkeit in der ambulanten kardiologischen Versorgung, um Zusammenhänge und Auswirkungen besser zu verstehen. Bereits zum Ende ihres Bachelorstudiums spezialisierte Carina sich zunehmend auf die Auswirkungen von Stress sowie psychischen Erkrankungen auf das Herz und den Möglichkeiten von ganzheitlichen, präventiven Ansätzen.

Mit einer Zusatzausbildung als kardiovaskuläre Präventionsassistentin, zertifiziert von der deutschen Gesellschaft für Kardiologie, übernahm Carina leitende Aufgaben im Rahmen klinischer Studien und präventiver Gesundheitsprogramme. Während ihrer intensiven post-klinischen Betreuung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkannte sie deutlich die psychischen Auswirkungen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

„Jeder Patient hatte in der sekundärpräventiven Versorgung sein Päckchen zu tragen. Etwa 7 von 10 Patienten waren psychisch stark bis sehr stark belastet. Bei entsprechender Betreuung konnten die Patienten ihre Lebensqualität zurückgewinnen.“

Problematisch erscheint ihr vor allem das fehlende Verständnis für den speziellen psychischen Betreuungsbedarf von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Während in der klinischen Akut-Situation Depressionen lediglich zu 1,9 % diagnostiziert werden, sind es in der hausärztlichen Anschlussversorgung bereits 19 %, bei wahrscheinlich deutlich höheren Werten im Graubereich. Das Ausmaß wird zumeist erst im Alltag ersichtlich, wenn die umfassende rehabilitative Betreuung wegfällt. Viele Patienten wissen gar nicht, woher ihre gedrückte Stimmung auf einmal kommt, häufig wird es nicht erkannt und in der Folge chronisch.

„Leider ist die psychokardiologische Versorgung in Deutschland unterrepräsentiert. Eine flächendeckende Aufklärung über psychosoziale Risikofaktoren und den Wechselwirkungen von Herz und psychischen Erkrankungen ist essenziell für eine immer schnelllebiger werdende Welt.“

Derzeit steht Carina kurz vor dem Abschluss ihres Masterstudiums in Psychologie mit den Schwerpunkten Psychokardiologie und Stressforschung. Ihr Fokus liegt darauf, Patienten dabei zu unterstützen, wieder Vertrauen in ihr Herz und ihre Belastbarkeit zu gewinnen – auf eine Weise, die ihrer individuellen gesundheitlichen Situation gerecht wird.

Hallo psyCardialer

Ich bin Carina, Deine Wegbegleiterin auf dem Weg zu einem starken und gesunden Herzen.

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